In der Kunst der Manifestation gibt es unzählige Techniken, welche jedoch eher als Inspiration statt als starre Richtlinie gesehen werden sollten. Wenn man es schafft, sich regelmäßig in den Zielemotionen wiederzufinden und gleichzeitig aktiv an seinen Zielen arbeitet, sind die folgenden Techniken beinahe unnötig. Jedoch ist dies leichter gesagt als getan. Besonders wenn man neu in das Thema Manifestation einsteigt, sind diese Techniken hilfreich. Sie bilden einen Rahmen, an dem man sich orientieren kann. Und in Zeiten, in denen man sich gestresst fühlt, helfen klare Anleitungen dabei, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ohne zu viele mentale Ressourcen zu investieren. Ein Überdenken würde den Manifestationsfortschritt ohnehin einschränken.
Tendenziell sollte man sich für eine Methode entscheiden, bzw. jene Methode finden, mit der man sich selbst am besten identifizieren kann. Die folgenden Techniken sind nur ein paar Beispiele, die einfach in den Alltag eingebaut werden können.
Affirmationen
Affirmationen sind positiv formulierte Sätze, die regelmäßig wiederholt werden, damit diese im Unterbewusstsein eingeprägt und anschließend manifestiert werden. Bei der Formulierung von erfolgreichen Affirmationen sollte man wiederum die Punkte der richtigen Zielformulierung anwenden. Die Affirmation sollte Dankbarkeit, Freude, Liebe oder Glück ausdrücken, denn dies sind die Emotionen mit der höchsten Frequenz.
Wichtig ist, dass man den gewählten Satz selbst als glaubwürdig empfindet. Wer an vielen Selbstzweifeln leidet, kann die Affirmationen anfangs auch mit „ich bin offen für die Idee…“ oder „ich bin bereit, mich auf … einzulassen“ formulieren. Wenn man mit „schwachen“ Formulierungen beginnt, sollte man sie im Laufe der Zeit anpassen und sie prägnanter formulieren. Der richtige Zeitpunkt dafür ist, sobald es sich richtig anfühlt bzw. sich die neue Wortwahl glaubwürdig anfühlt.
Um diese Gedanken im Unterbewusstsein zu verankern, sind Wiederholungen hilfreich. Einige Personen bevorzugen es, Affirmationen oft hintereinander zu wiederholen. Andere Personen wiederholen die Sätze im Laufe des Tages. Die Regelmäßigkeit ist jedoch bei beiden Varianten wichtig.
Vision Board
Ein Vision Board ist eine Sammlung von Zeichnungen, Bildern oder Wörtern, die das Ziel oder die Werte grafisch abbilden. Da man das Ziel immer wieder visualisiert, prägt es sich weiter und weiter ins Unterbewusstsein ein. Diese Methode ist besonders für visuelle Lerntypen geeignet. Das regelmäßige Betrachten des Vision Boards bringt uns in positive Stimmung. Es erinnert uns an unsere Ziele und motiviert, aktiv an den Zielen zu arbeiten. All dies sind Faktoren, die den Prozess der Manifestation unterstützen.
Meist werden Vision Boards als Poster gestaltet. Dabei werden Bilder, Zeitungsausschnitte, und ähnliches auf ein großes Blatt Papier geklebt. Man wählt jene Bilder, die das Manifestationsziel am besten repräsentieren und einen am meisten inspirieren. Eine weitere Möglichkeit bietet das Gestalten in Form eines Tagebuchs. So kann man es immer mitnehmen, um sich regelmäßig die Ziele vor Augen zu halten. Zwar kann man Vision Boards auch digital gestalten, aber dies ist nur bedingt zu empfehlen. Eine Alternative für besonders kreative Personen wäre es, eine Zeichnung oder Malerei anzufertigen, welche die Emotionen widerspiegelt.
Scripting
Scripting ist das Niederschreiben der eigenen Ziele in Form einer Geschichte. Dabei geht es darum, den gesamten Prozess der Zielerreichung sowie den Endzustand in möglichst vielen Details auszuformulieren. Man kann dabei die unterschiedlichsten Faktoren berücksichtigen, beispielsweise das Umfeld oder beteiligte Personen. Vor allem ist es wichtig, auf seine Gefühle und Emotionen einzugehen. Besonders geeignet ist diese Technik, wenn man sich mit inneren Bildern schwertut.
Bei dieser Methode schafft man sich ein klares Bild der Endsituation und erhöht gleichzeitig seine Frequenz, wenn man den Fokus auf die positiven Emotionen legt. Scripting eignet sich nicht nur zur Manifestation. Es kann auch dazu dienen, sich auf eine neue Situation vorzubereiten, indem man beispielsweise den perfekten Tagesablauf niederschreibt.
Um das Ziel im Unterbewusstsein zu verankern, liest man sich die eigene Geschichte immer wieder selbst vor, am besten vor dem Schlafengehen.
Meditation
Meditationen sind eine hilfreiche Methode, um sich voll und ganz der Zielsituation hingeben zu können. Sie können selbst durchgeführt werden, oder man lässt sie von jemandem anleiten. Bei Meditationen begibt man sich in einen entspannten Zustand und visualisiert alle Aspekte des Ziels.
Meditationen haben darüber hinaus den Vorteil, das Gedankenkarussell zu beruhigen und den Körper in einen regenerativen Zustand zu versetzen. Dauer und Häufigkeit von Meditationen können individuell gewählt werden, wie es zum jeweiligen Lebensstil passt.
Meditationen können auch mit Scripting kombiniert werden. Man lässt eine andere Person die niedergeschriebene Geschichte vorlesen, oder man nimmt sich selbst auf und lässt die Geschichte während der Meditation ablaufen.
Wassermethode
Bei dieser Technik wird Trinkwasser mit der eigenen Intention „energetisiert“. Dazu nimmt man eine Flasche oder ein Glas mit Wasser in die Hände. Dabei spricht man seine Affirmation laut aus und versetzt sich in den Zielzustand und lässt die Energie der Emotionen in das Wasser fließen. Alternativ kann man die Affirmation auf einen Zettel schreiben und das Glas Wasser daraufstellen.
„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte,
achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen,
achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten,
achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter,
achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“
Charles Reade
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